Ein weiteres Juwel in der Toskana ist die Stadt Lucca, die nur 20 km von Pisa entfernt liegt. Die von vier Stadttoren durchbrochenen Stadtmauern sind außergewöhnlich gut erhalten, im Inneren der Mauern befindet sich ein wunderschöner mittelalterlicher Stadtkern, der noch immer eine rechteckige Form aufzeigt, das Erbe des römischen Straßenrasters, welches der Stadt zu Grunde lag. Von den begrünten Wällen hat man einen sagenhaften Blick auf die Stadt und die umliegenden Landschaften.

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Auf der Stadtmauer befindet sich ein ca. 4 Km langer Weg, auf dem man die Altstadt bequem umrunden kann. Zudem ist der Wall mit Bäumen links und rechts vom Weg bepflanzt worden, so dass es sich bei dem Fußweg um eine wunderschöne Allee handelt. Die Umrundung der Altstadt auf der Stadtmauer zu Fuss oder mit Fahrrad ist sehr zu empfehlen. (Fahrradverleih an der Porta Maria).

Sehenswert:

  • In der Nähe der Stadtmauer steht der Dom San Martino. Baubeginn für die dreischiffige Pfeilerbasilika war 1060 unter Anselmo Baggio, dem späteren Papst Alexander II. Der Dom wurde 200 Jahre später vollständig umgebaut. Neben zahlreichen Kunstschätzen birgt er in seinem Inneren das Kruzifix Volto Santo.

  • Museo della Cattedrale mit Sammlungen aus dem Dom und aus der Kirche SS. Giovanni e Reparata ausgestellt.

  • Die Kirche San Michele in Foro auf Piazza San Michele stammt aus dem 12. Jh. und ist eines der wenigen Beispiele romanischer Architektur pisanisch-lucchesischen Stiles. Die Fassade gliedert sich in vier Bogenordnungen und wird von einer Statue des heiligen Michael bekrönt. Der Innenraum ist in drei Schiffe unterteilt und mit vielen Kunstwerken ausgestattet. Die romanische Kirche wurde auf dem römischen Forum (Foro) erbaut, das heute mittelalterliche Stadtpaläste säumen.

  • Sehenswert ist die Haupteinkaufsstraße Luccas, Via Fillungo, mit alten Lebensmittelläden, Konditoreien, Weinschenken und charakteristischen Trattorien. Der Bummel endet auf einem großen ovalen Platz, Piazza Anfiteatro oder Piazza del Mercato. Im 2. Jh.n.Chr. errichteten die Römer hier ihr Amphitheater, auf dessen Mauern später die umliegenden Häuser errichtet wurden. 

  • Die elegante gotische Villa Guinigi dient seit dem 18. Jh. als Museum für Kunstschätze aus aufgelösten Kirchen, aber auch für Möbel, Skulpturen und Gemälde aus Privatbesitz. Das schönste Panorama von Lucca genießt man von der 41 Meter hohe Torre Guinigi aus. Auf Wunsch von Guinigi wurden auf dem Dach des Turms 5 Steineichen gepflanzt die als Symbol der Wiedergeburt gelten.

 
  • Die Villa Garzoni in Collodi, mit ihrem wundervollen restaurierten Garten und seinen Kaskadenhängen, wird unter den sehenswerten Villen in der Umgebung von Lucca aufgeführt. Der Pinocchio-Park befindet sich in der Nähe des Gartens von Collodi und ist ein beliebtes Reiseziel für Jung und Alt. Auch nicht versäumen sollte man auf dem Weg nach Bagni di Lucca die Ponte del Diavolo (Teufelsbrücke).
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